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Was versteht man unter ETFs?

Exchange Traded Funds = börsengehandelte Investmentfonds, die einen Index möglichst genau abbilden und somit dem Anleger die Marktrendite liefern. Das gilt sowohl bei steigender als auch bei abnehmender Indexentwicklung. Der Handel ist während der Börsenöffnungszeiten fortlaufend möglich.


Was ist ein Indexfonds?

Indexfonds und ETFs funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Sie zielen darauf, einen Index nachzubilden.

Bei Indexfonds finden Kauf und Verkauf jedoch in der Regel nicht über die Börse statt, sondern als direkte Transaktion mit der Fondsgesellschaft oder über die Depotbank.


Worin besteht der Unterschied zwischen ETFs und klassischen Investmentfonds?

ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index ab. Die traditionellen Investmentfonds verfolgen einen ganz anderen Ansatz. Sie versuchen durch die Auswahl bestimmter Aktien ein Ergebnis zu erzielen, das besser ist als die Rendite des vergleichbaren Index. Der Versuch, „den Markt zu schlagen“, gelingt jedoch nur einem bemerkenswert kleinen Teil der aktiv gemanagten Fonds. Je länger der Betrachtungszeitraum ist, umso schlechter schneiden die aktiven Fonds ab.

Im Vergleich zu den ETFs liegen sowohl die einmaligen Kosten beim Erwerb wie auch die laufenden Kosten bei den Investmentfonds deutlich höher.


Was ist ein Börsenindex?

Ein Index ist eine statistische Kennzahl, mit deren Hilfe die Wertentwicklung einer bestimm­ten Anzahl von Einzelwerten im Zeitablauf anschaulich dargestellt werden kann. Die Ent­wicklung der im Index enthaltenen Werte wird zu einer einzigen Zahl verdichtet. Es ergibt sich ein Index-Punktes­tand, der von den Index-Betreibern laufend errechnet und veröffentlicht wird.

Alle großen Börsenplätze der Welt verwenden heute zur Beurteilung ihrer Börsentendenz Aktienind­izes. Neben dem deutschen Aktienindex DAX sind andere bekannte Aktienindizes beispielsweise der Dow Jones-Index in den USA, der Nikkei-Index in Tokio, der FTSE-100-Index in London sowie der CAC-Index in Paris.


Was ist ein Vergleichsindex (Benchmark)?

Dabei handelt es sich um einen Index, der z.B. einem Fonds als Vergleichsmaßstab für die Wertentwicklung dient. Ziel eines aktiv gemanagten Fonds ist es, den zugrundeliegenden Index zu schlagen, also besser zu sein, als der Vergleichsindex. Passiv anlegende Indexfonds und ETFs bewegen sich im Gleichklang mit dem Index, den sie abbilden.

Benchmark ist der englische Ausdruck für Vergleichsindex.


Wie können ETFs gekauft werden?
ETFs können über jede Bank, Sparkasse oder eine Direktanlagebank unter Angabe der Wertpapierkennnummer (WKN) an den Börsen ge- und verkauft werden. Neben der Einmalanlage bieten viele Depotbanken auch Sparpläne an. Diese erlauben es, bereits mit kleinen Beträgen ab 25 Euro monatlich in ETFs zu investieren.

Welche Kosten entstehen beim Kauf von ETFs?
Beim Kauf von ETFs ist die Geld-Brief-Spanne (Spread) zu berücksichtigen. Damit bezeichnet man die Differenz aus Kaufkurs (Briefkurs) und Verkaufskurs (Geldkurs). Je nach ETF liegt der Spread zwischen 0,02% bis 0,3% des Kurswertes. Im Vergleich dazu beträgt der Ausgabeaufschlag bei vielen aktiv gemanagten Investmentfonds 5% beim Kauf.

Darüber hinaus fallen die üblichen Spesen für den Handel mit Wertpapieren bei den Depotbanken an.

Woher kommt es, dass bei ETFs die laufenden Kosten besonders niedrig sind ?

Die laufenden Verwaltungsgebühren sind deutlich niedriger als bei vielen anderen Anlageprodukten, da die Abbildung eines Index ohne aufwendige Recherchen und Analysen auskommt. Die jährlichen Verwaltungsgebühren von ETFs liegen zwischen 0,1% und 0,3% in entwickelten Märkten und bei schwerer zugänglichen Märkten bei bis zu 0,6% pro Jahr.

Bei aktiv verwalteten Fonds liegen die Managementgebühren bei bis zu 2% pro Jahr.

Wie steht es mit dem Schutz des ETF-Vermögens im Insolvenzfall?

Wie bei allen offenen Publikumsfonds, verwalten ETF-Anbieter das von Anlegern eingezahlte Kapital als Sonderver­mögen. Sondervermögen bedeutet, dass das Kapital des für die Anleger verwalteten Vermö­gens rechtlich strikt getrennt ist vom Kapital der Kapitalanlagegesellschaft. Der ETF-Anbieter ist nicht Eigentümer des Kapitals, er verwaltet es lediglich. Das bedeutet Sicherheit für den Anleger, dessen eingebrachtes Vermögen im Konkursfall der Gesellschaft nicht an­getastet werden darf.

Worin unterscheiden sich ETFs und Indexzertifikate?

Auch Indexzertifikate bilden einen Index ab. Im Unterschied zu ETFs handelst es sich bei Indexzertifikaten jedoch um Inhaberschuldverschreibungen und nicht um Sondervermögen.

So werden Besitzer von Zertifikaten im Fall des Konkurses eines Emittenten nur aus der Konkursmasse bedient, was im Extremfall zum Totalausfall des Investments führen kann.

Hängt der Kurs eines ETF von Angebot und Nachfrage ab?

Der Preis (Kurs) zu dem ein ETF gehandelt wird, bestimmt sich nicht nach dessen Angebot und Nachfrage. Der jeweilige Kurs wird bestimmt von den Kursen der im Index enthaltenen Wertpapiere. Das gilt sowohl für den Kauf wie auch für den Verkauf von ETF-Anteilen.

Was bedeutet Indexing?

Indexing steht häufig verkürzt für passives Investieren durch Indexnachbildung.

Durch welche Vorteile zeichnen sich ETFs aus?

Transparenz

Vereinfacht könnte man sagen, in ETFs ist das drin, was drauf steht. Die Transparenz von ETFs ergibt sich dadurch, dass sie auf einem Index basieren. Damit ist genau bekannt, welche Länder/Regionen abgebildet sind, wie viele und welche Einzeltitel enthal­ten sind, wie die Gewichtungen beschaffen sind, wie die historischen Renditen aussehen, kurz all das, was den In­dex im einzelnen kennzeichnet. Die Wertentwick­lung ei­nes ETF kann während der Börsenöffnungszeiten permanent verfolgt werden. Die Kur­se wer­den im Minutentakt be­rechnet.

Hohe Risikostreuung

Mit ETFs ist es möglich, in marktbreite Indizes zu investieren. Mit nur einem ETF, beispiels­weise auf den MSCI All Country World IMI Index las­sen sich nahezu 99 Prozent des Welt­marktes nach Marktkapitalisierung abdecken. Enthalten sind 49 Industrie- und Schwellenlän­der mit zusammen knapp 9.000 Einzeltiteln. Mehr Streuung in der Anlageklasse „Akti­en“ ist nur schwer zu erreichen, womit sich das zu tragen­de Risiko auf das allgemeine Mark­trisiko beschränkt.

Günstige Kosten

Die Anlage in ETFs ist mit vergleichsweise sehr geringen Kosten möglich. Das hängt we­sentlich damit zusammen, dass bei der passiven Anlagestrategie auf (teure) Fondsmanager ver­zichtet werden kann. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Investmentfonds entfallen häufige Umschichtungen im Fondsvermögen, wodurch Transaktionskosten in erheblichem Umfang vermieden werden. Darüber hinaus existieren bei ETFs keine Ausgabeaufschläge

Flexibilität und Liquidität

ETFs können über eine Depotbank zu den üblichen Handelszeiten an den vom Anleger gewünschten Börsenplätzen gehandelt werden. Das schließt den Intraday-Handel ein. Damit verfügen ETFs in gleicher Weise wie Aktien über einen hohen Grad an Liquidität, sie können jederzeit in cash umgewandelt werden.

Welche Risiken gibt es bei einer Investition in ETFs?

ETFs sind Anlageprodukte, die einen Index möglichst genau abbilden und somit dem Anleger die Marktrendite liefern. Somit besteht das allgemeine Marktrisiko, indem bei fallenden Märkten auch der Wert des ETF in gleichem Maß fällt. Ein Währungsrisiko besteht dann, wenn die im Index enthaltenen Werte in einer anderen Währung als der des Anlegers gehandelt werden.

Beiden Risiken stehen jedoch auch Chancen gegenüber, wenn sich die Kurse in die vom Anleger gewünschte Richtung verändern.

Was versteht man unter einer Anlagestrategie?

Dabei handelt es sich um eine Konzeption zur Geldanlage, die zugeschnitten ist auf die (Rendite-) Ziele, die Risikobereitschaft und die spezielle Situation eines Anlegers. Eine Anlagestrategie beruht auf begründeten gültigen Erkenntnissen. Passives Investieren in ein global diversifiziertes Portfolio auf der Grundlage von ETFs ist ein Beispiel dafür.

Eignen sich ETFs für die langfristige Geldanlage?

ETFs eignen sich in besonderer Weise für die langfristige Geldanlage. Für ETFs sprechen zum einen die niedrigen Transaktionskosten und die niedrigen laufenden Kosten. Zum anderen zeigen Studien immer wieder, dass es auf Dauer gesehen sehr schwer ist, durch aktives Management besser abzuschneiden als der Markt insgesamt.

Gibt es für ETFs Sparpläne?

Nahezu alle Depotbanken bieten für ETFs Sparpläne an. Bei vielen Direktanlagebanken und Online Brokern existieren ETF-Sparplanangebote ohne Transaktionsgebühren. ETF-Sparpläne ermöglichen Investitionen auch mit kleinen Beträgen ab 25 €.

Da regelmäßig investiert wird, ergibt sich über den Anlagezeitraum betrachtet ein Durchschnittspreis für die erworbenen ETF-Anteile. Durch die Vielzahl der Sparplanausführungen entfällt die Suche nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt, wodurch die Folgen von Timingfehlern verringert werden können (=Vorteil der Diversifikation über die Zeit).

Sparpläne sind für viele Anleger ein wichtiges Instrument, mit dem Anlageziele kostengünstig und flexibel erreicht werden können, auch mit niedrigen Einstiegsbeträgen.

Wo erhält man Informationen zu den ETFs?

Wenn Sie als Anleger ETFs erwerben, bemühen Sie direkt bzw. indirekt drei unterschiedli­che Finanzdienstleister. Dies sind die Index-Anbieter, die ETF-Anbieter und die Filialbanken oder Direktbanken.

Auf den Websites der Indexanbieter erhalten Sie detaillierte Informationen zu den Indizes. Die ETF-Anbieter stellen alle relevanten Informationen zu den einzelnen ETFs zur Verfügung. Hier sind vor allem die „Wesentlichen Informationen für den Anleger“ (KID = Key Information Document) und die Factsheets (Datenblätter) zu nennen. Kurzporträts zu ETFs sowie Darstellungen zur Funktionsweise von ETFs und Grundlagenwissen finden Sie bei vielen Direktbanken.

Für eine gezielte Suche und für Vergleiche von ETFs eignen sich in besonderer Weise Internet-Portale, die sich auf ETFs spezialisiert haben. Zu nennen sind insbesondere www.extraetf.com und www.justetf.com.

 

Was steht hinter der Bezeichnung UCITS-ETF?

In der EU existieren UCITS-Regelungen zum Vertrieb von Fonds (ETFs sind bekanntlich ebenfalls Fonds). UCITS steht für „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“, was im Deutschen als „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW)“ bezeichnet wird. Die UCITS-Regelungen bieten Anlegern ein sicheres rechtliches Rahmenwerk für die Investition in Fonds. Die wesentlichen Ziele bestehen darin, durch einheitliche rechtliche Standards den Wettbewerb zu fördern und einen hohen Anlegerschutz herzustellen. Nahezu alle ETFs werden UCITS-konform aufgelegt. Jeder UCITS-konforme ETF enthält im ETF-Namen den Zusatz „UCITS“.

Was versteht man unter Abbildungsmethoden?

ETFs sollen dem Anleger eine Rendite liefern, die soweit wie möglich der Rendite des zu­grundeliegenden Index entspricht. Der ETF-Anbieter kann jedoch nicht einfach „den Index kaufen“. Ein Index kann nur abgebildet/nach­gebildet werden (Index-Replikation). Für die Nachbildung von Indizes stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Welche Abbildungsmethoden gibt es?

Die naheliegende „natürliche“ Variante ist die der physischen Replikation. Hier werden im Index enthaltene Aktien-Titel vom ETF-Anbieter gekauft, sozusagen gegenständlich erwor­ben.

Im einfachsten Fall der physischen Replikation enthält der ETF genau die Wertpapiere, die im Index enthalten sind. Diese Nachbildungsmethode wird als vollständige Replikation be­zeichnet. Im ETF sind alle Werte des abzubildenden Index in genau der im Index enthaltenen Gewichtung vorhanden.

 

Die vollständige Replikation stößt jedoch dann an ihre Grenzen, wenn die Anzahl der Werte im Index sehr hoch ist. In diesen Fällen wird die Sampling-Methode eingesetzt. Nach bestimmten Kriterien/Regeln wählen die ETF-Anbieter diejenigen Titel aus dem Index aus, die den größten Einfluss auf die Entwicklung des Index haben. Das können z.B. die größten und/oder liquidesten Werte aus ei­nem Index sein. Bei der Teilauswahl der Titel wird versucht, Abweichungen von der Wertentw­icklung des Index zu minimieren.

 

Eine gänzlich andere Herangehensweise wird bei der synthetischen Replikation prakti­ziert. Bei diesem „künstlichen“ Verfahren wird der Index abgebildet, ohne dass im ETF Werte vorhanden sein müssen, die im Index vorhanden sind (Swap-basierter ETF). Bei einem ETF auf den DAX bedeutet das konkret, dass kein einziger DAX-Wert im ETF enthalten sein muss. Zu einem Swap-basierten ETF gehören zwei Parteien, die einen Tauschvertrag (Swap = Tausch) vereinbaren. Die eine Partei ist der ETF-Anbieter, die andere Partei ist eine Bank. Häufig ist das der Mutterkonzern des ETF-Anbieters. In dem Tauschgeschäft wird vereinbart, dass die Bank vom ETF-Anbieter die Rendite des Ba­sisportfolios (=Wertpapiere, die der ETF-Anbieter an Stelle der im Index enthaltenen Werte hinterlegt) sowie eine Gebühr (→ Swap-Gebühr) erhält. Im Gegenzug verpflichtet sich die Bank, dem ETF-Anbieter die Rendite des zugrundeliegenden Index zu liefern. Getauscht wird also die Rendite des Basisportfolios gegen die Rendite des Index, was nichts anderes bedeutet, als dass die Indexnachbildung vom Swap-Kontrahenten verantwortet wird.

Welche Ertragsverwendung gibt es bei ETFs?

Die Besitzer von ETFs haben Anspruch auf Dividenden bei Aktien-ETFs und Zinsen bei An­leihen-ETFs. Das folgt daraus, dass ETFs Sondervermögen im alleinigen Besitz der Anleger sind.

Bei ETFs gibt es, wie bei aktiven Investmentfonds, zwei Möglichkeiten der Weitergabe von Erträgen an den Besitzer von ETF-Anteilen. Es gibt ausschüttende ETFs und thesaurieren­de ETFs. Bei der ausschüttenden Variante führt das dazu, dass die Anleger mehrmals im Jahr (bis zu viermal) die Dividenden ausgezahlt bekommen. Die entsprechenden Beträge werden auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Bei den thesaurierenden ETFs werden die anfal­lenden Erträge automatisch wieder angelegt. Damit erhöht sich der Wert des ETF. Viele ETF-Anbieter haben für den gleichen Index beide Varianten im Angebot, sodass sich der Anleger das zu ihm passende Produkt aussuchen kann.

Was sind Wertpapierleihgeschäfte?

Der ETF-Anbieter kann Erträge aus der Wertpapierleihe erzielen. Bei der Wertpa­pierleihe werden Aktien zeitweise an einen Dritten verliehen. Dafür erhält der ETF-Anbieter eine Leihgebühr. Dadurch können Erträge generiert werden, die sich positiv auf die ETF-Rendite auswirken. Diese Vorgehensweise ist weit verbreitet und unterliegt genauen rechtlichen Regelungen.

Was ist die Tracking-Differenz?

Die Tracking-Differenz sagt aus, wie groß die Abweichung der ETF-Rendite von der Index-Rendite im Zeitablauf ist. Sie ist ein Maß für die Qualität der Indexnachbildung.

In der Tracking-Differenz sind alle Kosten und Gebühren sowie weitere renditebeeinflussende Faktoren enthalten, die sich auf die Wertentwicklung des ETF auswirken können.

So kann es beispielsweise durch Erträge aus Wertpapierleihgeschäften dazu kommen, dass sich ein ETF besser entwickelt als der zugrunde liegende Index. Und das obwohl jeder ETF mit laufenden Kosten belastet ist.

Für den Anleger lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Pauschalgebühr in Form der TER (Total Expence Ratio) sondern auch auf die Tracking-Differenz zu schauen.

Die Tracking-Differenz eignet sich besonders für die langfristige Betrachtung. Sie sollte nicht verwechselt werden mit dem Tracking-Error, der die Volatilität der Tracking-Differenz im Zeitablauf angibt.

Was versteht man unter Rebalancing?

Rebalancing bedeutet die Umschichtung eines Portfolios mit dem Ziel, die ursprüngliche Aufteilung der Anlagen wieder herzustellen. Da die Märkte sich perma­nent fortentwickeln, ist mit Sicherheit damit zu rechnen, dass sich die Zusammensetzung des Portfolios im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark verändert. Damit verschiebt sich die Risikostruktur im Portfolio, was mit der ursprünglichen Zielsetzung nicht vereinbar ist.

Rebalancing erfolgt in (größeren) zeitlichen Abständen z. B. alle 12 Monate (zeitgesteuertes Rebalancing) und/oder bei Verletzung einer festgelegten Bandbreite (wertabhängiges Rebalancing).

 

Was ist ein Robo-Advisor?

Der Name Robo-Advisor setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen „Robot“ für Ro­boter und „Advisor“ für Berater. Robo-Advisors (verkürzt: Robos) verstehen sich als digitale Vermögensverwalter, die individuelle standardisierte Lösungen für all diejenigen Anleger zur Verfügung stellen, die ihre Geldanlage nicht selbst verwalten wollen.

Auf Grundlage der individuellen Vermögenssituation, der Anlageziele und der Risikopräferenzen der Kunden ermitteln Robos effiziente Portfolios unter Abwägung der erwarteten Risiken und Erträge. Als Anlageprodukte kommen in erster Linie ETFs zum Einsatz.

Was versteht man unter Factor Investing/Smart Beta?

Das Ziel besteht darin, durch Übergewichtung bestimmter „Faktoren“ in einem Index oder einem Wertpapierportfolio eine Überrendite zu erzielen. Die wichtigsten von der Finanzwissenschaft beim Handeln mit Aktien identifizierten Faktoren/Faktorprämien sind: Value-Prämie (Werthaltigkeit), Small-Size-Prämie (Unternehmensgröße), Quality-Prämie (Qualität), Momentum-Prämie (Kursdynamik), Low Volatility-Prämie (Volatilität).

Für die Faktorprämien gibt es passende Indizes, die durch entsprechende ETFs abgebildet werden, wodurch jeder interessierte Anleger leichten Zugang zu solchen Produkten erlangt.

 

Was ist die ISIN?

Die internationale Wertpapierkennnummer ISIN (International Security Identification Number) identifiziert eindeutig jedes börsengehandelte Wertpapier. Sie wird in Deutschland neben der nationalen Wertpapierkennnummer (WKN) verwendet. Die ISIN hat zwölf Stellen:

2 Buchstaben am Anfang bilden die Länderkennung. Sie richten sich nach dem Land, in dem das Wertpapier begeben wird, z.B. DE für Deutschland.

Es folgen 9 variable Stellen aus Ziffern und/oder Buchstaben, wobei hier häufig die nationale Wertpapierkennnummer verwendet und bei Bedarf vorne mit Nullen aufgefüllt wird.

Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer.

Was ist das Fondsdomizil?

Das Fondsdomizil ist das Land, in dem ein Investmentfonds aufgelegt wird. Damit sind die rechtlichen und steuerlichen Vorschriften dieses Landes für den Fonds ausschlaggebend.

In welchem Land das erfolgt ist, erkennt man an den ersten zwei Buchstaben der ISIN.